Schulprognosen sind essenziell für wachsende Gemeinden, wenn es um den Bau neuer Schulhäuser und die Gründung neuer Klassen geht. Ausschlaggebend dafür ist die zukünftige Anzahl schulpflichtiger Kinder in einer Gemeinde, die dann je nachdem zur Planung und dem Bau neuer Schulhäuser führt. Mathias Schreier, der schon seit sieben Jahren in diesem Beruf arbeitet, hat uns erzählt, dass bis jetzt noch keine Gemeinde, für die er eine Prognose erstellt hat, tatsächlich ein Projekt fertiggestellt hat. Dies verdeutlicht, wie langsam und komplex der Bau eines Schulhauses sein kann (wie auch das Bauprojekt der definitiven KUE).
Für eine demografische Prognose, die mit Unsicherheiten behaftet und trotzdem unabdingbar ist, sind unterschiedlichste Faktoren von grosser Relevanz: Zum einen gibt es die klassische Formel der Geburten, Sterblichkeit, Zuzüge und Wegzüge. Dazu kommen jedoch die Faktoren Neubauprojekte und günstiger Wohnraum, die Grösse und demografische Veränderung des Einzugsgebietes und die Beschulungsquote, also Kinder, die Privatschulen besuchen. Auch das Phänomen der Altersdemografie und der damit unterschiedlichen Geburtenrate führt zu stark unterschiedlichen Schulprognosen. Jede Gemeinde ist für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen attraktiv und bedarf daher auch einer grundeigenen Prognose.
Interessant war die Betrachtung der Gemeinde Uetikon am See, welche, im Vergleich zu den anderen Gemeinden am rechten Zürichseeufer, eine Besonderheit aufweist. Während die Kinderrate in ihnen grundsätzlich dem allgemeinen Wachstum entspricht, ist diese in Uetikon um einiges höher. Dies lässt darauf schliessen, dass es eine sehr attraktive Gemeinde für Familien ist und viele nach der Geburt ihrer Kinder nach Uetikon ziehen. Somit erlangte die 4d neues Wissen zu ihrer Schulgemeinde, indem sie die im Unterricht gelernte Theorie in der Praxis und im Berufsleben anwenden konnte (bei Geografielehrerin Catherine Robin).
Mia Böni, 4d