Mein Weg zur Informatiklehrstelle

Es muss gar nicht immer das Gymi sein: Lars Hänggi, 2d, schildert, warum er eine Lehrstelle sucht, obwohl er das Gymi nicht verlassen müsste.

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Ich habe mich nach der Primarschule wegen sehr guter Noten und einem grossen Wissensdurst für den Übertritt ins Gymnasium entschieden. Mir war wichtig, mir möglichst viele Türen offen zu halten und mich schulisch weiterzuentwickeln. Gleichzeitig war für mich aber immer klar, dass auch der Weg einer Berufslehre eine echte Option bleibt.

Seit meine Schwester mit der Lehrstellensuche begonnen hat, habe ich mich ebenfalls intensiv mit verschiedenen Berufen auseinandergesetzt. Ich habe sie und meine Eltern an Berufsmessen begleitet und an Informationsanlässen und Schnuppertagen teilgenommen, um einen Einblick in verschiedene Berufe und Lehren zu bekommen. Diese Erfahrungen haben mir geholfen, meine Interessen immer klarer zu definieren, früh war dann klar, dass ich gerne Richtung Informatik gehen möchte.

Ausschlaggebend für meinen Entscheid war mein grosses Interesse an der Informatik. Obwohl mir das Gymnasium grundsätzlich gefällt, möchte ich mich stärker auf diesen Bereich fokussieren und früher praktische Erfahrungen sammeln. In einer Lehre kann ich direkt sehen, wie Informatik im Alltag angewendet wird, und aktiv an echten Aufgaben mitarbeiten. Das motiviert mich mehr als rein theoretischer Unterricht. Zudem kann ich so besser herausfinden, wo meine Stärken liegen und mich gezielt weiterentwickeln.

Diesen Frühling habe ich mich entschieden, es ernsthaft mit einer Lehrstelle zu versuchen. Dieser Schritt hat mich sehr viel Mut gekostet, weil ich mich damit bewusst für einen anderen Weg als viele meiner Freunde entschieden habe und nicht wusste, wie erfolgreich meine Lehrstellensuche verlaufen würde. Im Gegensatz zu vielen anderen Jugendlichen habe ich jedoch keinen Druck, das Gymnasium verlassen zu müssen, was mir einerseits Sicherheit gibt, andererseits aber auch Eigeninitiative verlangt. Ich habe gelernt, dass Durchhaltewillen in dieser Phase entscheidend ist.

Für meine Bewerbungen habe ich alle wichtigen Unterlagen vorbereitet: einen Lebenslauf, ein Motivationsschreiben, die aktuellen Schulzeugnisse sowie Nachweise von Schnuppertagen. Zusätzlich habe ich den Multicheck absolviert, ein schweizweiter Eignungstest, bei dem ich glücklicherweise ein sehr gutes Resultat erzielen konnte. Das hat mir zusätzlich Sicherheit gegeben, da ich mir Sorgen mache, dass meine ungenügende Mathenote eine Hürde darstellen könnte. Ich habe mich trotzdem entschieden, den Schritt zu wagen und mich aktiv zu bewerben. Mein Ziel ist es, per 1. Juli meine Bewerbungen abzuschicken, in der Hoffnung, mich persönlich bei Unternehmen vorstellen zu dürfen und meine Motivation für den Beruf als Informatiker zu zeigen.

Der Wechsel vom Gymnasium in eine Berufslehre ist für mich kein Rückschritt, sondern eine bewusste Entscheidung, meinen eigenen Weg zu finden. Diese Phase ist herausfordernd, aber auch sehr lehrreich. Sie verlangt Mut und Durchhaltewillen, weil diese Zeit viel von mir abverlangt. Ich bin dankbar, dass ich mit dem Gymnasium bereits einen guten Bildungsweg eingeschlagen habe und auch dann weiterhin eine solide Perspektive habe, falls es mit einer Lehrstelle nicht klappen sollte.

Lars Hänggi, 2d

KI wurde für eine Grammatiküberprüfung genutzt.