Warum «Fleckli» vor «Bruno» geschützt werden muss

Am Dienstag wurden drei Maturaarbeiten prämiert: Noah Werners Zeichnungsroboter, Javier Sütterlins Recherche über die Restitution von Kulturgütern sowie Lukas Gersters Katzenfutterautomat.

Die zehn Prämierten (von links): Jakob Jäger, Dan Kind, Nora Mayer, Eline Brändli, Noah Werner, Lukas Gerster, Javier Sütterlin, Rhea Wyss, Sara Kram González und Livia Kral.

An einem stimmungsvollen Anlass in der KUE-Aula, moderiert von Orlando Caduff, dem Delegierten für das Maturjahr, wurden drei Maturarbeiten prämiert. Es waren dies «Restitution von Kulturgütern» von Javier Sütterlin (betreut von Karin Hunkeler), Design und Entwurf eines Zeichnungsroboters von Noah Werner (betreut von Raphael Barengo) sowie Lukas Gersters intelligenter Katzenfutterautomat (betreut von Nicolas Diener). Noahs und Xaviers Arbeiten gab die Jury zudem an die kantonale Prämierung weiter. 

Französischlehrerin Tatiana Kern interviewte alle zehn zur Prämierung vorgeschlagenen Maturand:innen. Es gelang ihr, interessante Details herauszulocken. So habe Nora Mayer, die die legendäre Nazi-Verschlüsselungsmaschine «Enigma» nachbaute, hin und wieder gedacht: «Es geht nicht, ich verstehe es nicht» – aber am Schluss sei es dann doch gegangen. 

Livia Kral, die untersucht hat, ob sich der Cannabis-Wirkstoff CBD in das halluzinogene THC «in vivo» verwandelt, sei manche Stunde im Labor gestanden: «Man versteht zwar nicht immer alles, aber es war trotzdem megacool», meinte sie amüsiert. Ähnlich erging es Eline Brändle bei ihren Experimenten mit Azo-Farbstoffen. 

Unterhaltsam auch, was Lukas Gerster über seinen intelligenten Katzenfutterautomaten erzählte. Die KI-gesteuerte Maschine, ausgestattet mit Waage, Kamera und Motor, sei nämlich aus einem praktischen Problem entstanden: Kater «Bruno» frass Katze «Flecki» immer alles weg, und zu dick sei Bruno auch gewesen. Allerdings stehe die Maschine, die diese Probleme hätten lösen sollen, nun unbenutzt zu Hause herum, «es ist zu aufwändig, sie zu bedienen.»