Was Schule zusammenhält

Sichtbar und oft auch im Hintergrund – Einblicke in die Arbeit der Klassenlehrpersonen im aktuellen Wochenbrief.

Die vergangenen Wochen haben einmal mehr gezeigt, mit wie viel Kreativität, Engagement und Fachwissen unsere Schülerinnen und Schüler ihre Ideen umsetzen und unsere Schulkultur mitprägen.

Beim Wettbewerb von „Schweizer Jugend forscht” wurden die Maturaarbeiten von Yara Jordan und Samriddhi Singh mit Silber ausgezeichnet. Yara Jordan entwickelte und programmierte einen eigenen Roboterhund – von der Konstruktion über den 3D-Druck bis hin zur Programmierung der Bewegungsabläufe. Samriddhi Singh untersuchte die Sicherheit kantonaler Schulplattformen und deckte dabei mehrere Schwachstellen und Datenlecks auf. Beide Arbeiten zeigen eindrücklich, wie selbstständig, ausdauernd und vertieft sich unsere Schülerinnen und Schüler mit komplexen Fragestellungen auseinandersetzen.

Ebenso eindrücklich war die Foyerreise der zweiten Klassen nach Nürnberg. Fünf Tage voller gemeinsamer Erlebnisse, neuer Eindrücke und zahlreicher Begegnungen werden den Teilnehmenden in Erinnerung bleiben. Zwischen Stadtspiel, Zukunftsmuseum, Reichsparteitagsgelände, Justizpalast und Lebkuchen-Tasting entstanden nicht nur neue Kenntnisse, sondern auch neue Freundschaften und gemeinsame Erinnerungen. Solche Reisen sind weit mehr als nur Exkursionen – sie stärken das Miteinander und machen die Schule als Gemeinschaft erlebbar.

Das Sichtbarmachen solcher Projekte und Erfahrungen ist ein wichtiger Teil unserer Schulkultur. Wenn Schülerinnen und Schüler ihre Arbeiten präsentieren, über Prozesse berichten oder gemeinsam Erlebtes reflektieren, entsteht Lernen, das über den Unterricht hinauswirkt. Es freut uns deshalb sehr, diesen Leistungen eine Bühne geben zu können.

Neben all den sichtbaren Projekten und Veranstaltungen gibt es jedoch auch die Arbeit, die oft im Hintergrund geschieht und dennoch zentral für das Gelingen des Schulalltags ist: die Arbeit der Klassenlehrpersonen. Gerade jetzt, da an unserer Schule die Elternabende stattfinden, wird ihre Rolle besonders deutlich. Sie leiten diese Abende, schaffen den Rahmen für den Austausch zwischen Schule und Eltern und sorgen dafür, dass Informationen, Anliegen und Erwartungen zusammengeführt werden können.

Klassenlehrpersonen begleiten ihre Klassen jedoch weit über organisatorische Aufgaben hinaus. Sie sind häufig die ersten Ansprechpersonen für Schülerinnen und Schüler, wenn schulische, persönliche oder soziale Schwierigkeiten auftreten. Durch die regelmässigen Gespräche und den engen Kontakt entwickeln sie oft ein umfassendes Bild einer Situation und können Jugendliche gezielt unterstützen, beraten oder weitere Hilfe vermitteln. Sie koordinieren den Austausch zwischen Fachlehrpersonen, Eltern, Schulleitung und – wenn nötig – externen Fachstellen und tragen so wesentlich dazu bei, dass Schülerinnen und Schüler in herausfordernden Situationen begleitet werden können.

Die Arbeit der Klassenlehrpersonen bleibt oft unsichtbar. Sie findet in den ruhigen Ecken unseres Schulhauses oder hinter verschlossenen Türen statt. Es gibt nichts, das sich posten oder zeigen liesse. Doch auch diese Begegnungen am Rande unseres Schullebens sind wichtig für die Jugendlichen, für unsere Schule und für uns als Gemeinschaft. In diesem Wochenbrief soll deshalb die Arbeit der Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer ins Scheinwerferlicht gerückt werden. 

Karin Hunkeler

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